Nature adventure and other scary things

Ich hab das Gefühl, ein Dejavu zu erleben. Und wieder bin ich an der Ostküste. Diesmal allerdings in Neuseeeland statt in Australien. Es wird ein laaaanger Eintrag, also habt Zeit zum Lesen ;-). Aber von vorne: seit 3 Tagen, also seit ich Queenstown verlassen habe, regnet es. Und es regnet nicht nur ein bisschen, es regnet wirklich stark. Nach Queenstown waren wir also am Mount Cook. Der höchste Berg Neuseelands mit Gletscher. Blöderweise hingen die Wolken so tief, dass man nichts von dem Berg sehen konnte. Das war echt ärgerlich. Umso mehr bin ich dankbar den skydive gemacht zu haben, denn da hab ich den Berg immerhin schonmal von oben gesehen. Eine Wanderung am Mt Cook war also leider nicht möglich und wir hingen nur im Hostel herum. In Rangitata das gleiche am nächsten Tag. Auf unserer Fahrt nach Christchurch gestern, ist zweimal unser Bus kaputt gegangen. Das erste Mal ist nen Fenster gesprungen plötzlich und herausgefallen und der nächste Bus hatte dann einen Platten. Allerdings war es Glück im Unglück. Wir waren noch in Christchurch, wo normalerweise kein Aufenthalt ist, da man Aufgrund der schlimmen Erdbeeben vor drei Jahren nicht mehr viel außer Zerstörung in der einst schönen Stadt sehen kann. Durch unsere Buspannen hatten wir dann Zeit Christchurch noch zu erkunden. Und es ist echt ein trostloser Anblick. Überall Baustellen in den Straßen, Ruinen und Häuser, die neu hochgezogen werden. Da unser Busfahrer aus Queenstown kommt, hat er noch einiges zu der Stadt erzählen können und uns noch herum gefahren. Wir sind dann in Kaikuro gestern mit 3 Stunden Verspätung angekommen. Hier regnete es so heftig, dass alle geplanten Aktivitäten gecancelt wurden. Auch mein bereits gebuchtes Schwimmen mit Delphin fiel aus :-'. Naja somit habe ich einen Traum, den ich weiter mitnehme und mir hier nicht erfüllt wurde. Vielleicht sollte man sich ein paar Träume einfach aufsparen. Abends ging dann jedenfalls das Gerücht in Kaikuora schon um, dass es nicht sicher ist, ob wir am nächsten Tag die Fähre zurück auf die Nordinsel nehmen können wegen des heftigen Regens und einem aufziehenden Sturm. Und jetzt komme ich zu meinem Dejavu Erlebnis: heute morgen als ich aufgewacht bin, gab es keinerlei Verbindung mehr zum Internet oder Telefonnetz. Weder das mobile, noch das des Hostels funktionierte. Ein schlechtes Omen. Zudem hat es die ganze Nacht heftig geregnet und jetzt stürmt es dazu. Als wir also eigentlich mit dem Bus losfahren wollten, konnten wir nicht starten, da (große Überraschung) die Straßen geflutet und somit gesperrt sind. Und zwar in beide Richtungen (soviel wusste immerhin die Touri Information, denn telefonieren war ja nicht möglich). Wir kamen also mal wieder weder vor noch zurück (Ostküsten scheinen mir kein Glück zu bringen). Vielleicht sollte ich darüber nachdenken, zukünftig einfach keine Ostküsten mehr zu bereisen ;-). Wir machten also das, was wir seit 3 Tagen schon so gut geübt hatten: stundenlanges Warten darauf, dass es weitergeht. Die Frau, der das Hostel gehört, meinte wir hätten besonders Glück, denn seit 3 Jahren ist es keiner Gruppe mehr passiert dort festzusitzen und selbst vor drei Jahren war es wegen des heftigen Erdbebens in Christchurch, aber nicht auf Grund von Regen und Sturm. Gegen Mittag ging es dann los. Unser Busfahrer meinte die Straßen sind mal offen mal geschlossen, wir fahren erstmal los. Haben es letztendlich dann auch zur Fähre nach Picton geschafft. Allerdings könnt ihr euch nicht vorstellen, was das für ne Fahrt war. Sind 7 Stunden gefahren für eine Strecke auf der man sonst 3 braucht. Es handelte sich um eine Küstenstraße. Rechts meer, links die Klippen. Durch den Regen war 30 Zentimeter hohes Wasser auf der Straße, durch das wir mehr oder weniger durchgeschwommen sind. Ganze Bäume und Schlamlawinen lagen auf der Straße. In Deutschland wäre so eine Straße für Tage gesperrt zum Aufräumen. Hier wurde einfach zwischendurch aufgeräumt während Autos fuhren. Ganze Wasserfälle haben sich gebildet von den Klippen auf die Straße und die Bahnschienen direkt neben der Straße waren entweder verschüttet oder so krass unterspühlt, dass die Schienenabschnitte 2 Meter in der Luft schwebten. Man macht sich glaub ich kein Bild von den Ausmaßen, wenn man es nicht gesehen hat. Wir sind nun aber dank unseres guten Busfahrers (ich wäre bei diesen Bedingungen niemals dort gefahren) am Terminal der Fähre angekommen. Warten jetzt 5 Stunden bis nach Mitternacht, denn dann fährt die einzige Fähre für heute. Wenn jetzt alles wie geplant läuft (hoffentlich!!!), haben wir zwar eine schlaflose Nacht, sind aber morgen früh auf der Nordinsel und können mit dem Bus doch noch Auckland pünktlich erreichen. Memo an mich selbst: bei den vielen schwierigen Witterungsbedingungen, die ich nun erlebt habe, sollte ich in Zukunft im ein paar Puffertage einplanen für eventuelle Naturkatastrophen (besonders wenn ich mich an Ostküsten aufhalte :-D)!

18.4.14 10:48

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