I'm on Fiji Time...

Der Satz "I'm on Fiji Time" war der Satz, der am besten zu meinen 12 Tagen und 13 Nächten Fiji passt. Die Einwohner sagen es dort ständig und ich habs schnell adaptiert. Besonders witzig war, als ich nach meiner ersten Nacht aufm Festlandzu den Inseln losgefahren bin und vielleicht ne Stunde auf der ersten Insel war, ist meine Uhr stehen geblieben, da sie keine Batterie mehr hatte. Zu den Mahlzeiten wurde man durch Trommeln gerufen und ansonsten gab es auf den Inseln absolut nichts, wofür man eine Uhrzeit bräuchte. Ich war in den 12 Tagen auf 6 verschiedenen Inseln. Manche waren so klein, dass man sie in 5 Minuten zu Fuß umrundet hatte, andere waren riesig abrr von Bergen so begrenzt, dass man unabhängig von der Inselgröße immer nur einen kleinen begehbaren Strandabschnitt hatte, an dem.das Resort lag. Es gab also absolut nichts auf den Inseln außer das Resort, Strand und Meer. Auch Internet ist auf den Inseln noch nicht angekommen und Strom gab es auf den meisten Inseln nur begrenzt in den Abendstunden. Ich hatte also sehr entspannte 12 Tage ohne jeglichen Kontakt zur weiteren Welt. Es drehte sich alles um am Strand liegen, schwimmen, schnorcheln und Beachvolleyball in den Abendstunden. Das war richtig toll und fühle mich gut erholt vom vielen reisen ;-). In den ersten Tagen hatten wir relativ viel Pech mit dem Wetter. Es hat viel geregnet und die Sonne war bestenfalls hinter den Wolken zu erahnen. Bei allen machte sich erstmal Resignation bereit, ob das alles ist, was Fiji kann. Besonders bei Regen gibts nicht viel zu tun, da dort ja absolut nichts ist. Teilweise war ich in Resorts, in denen nur 12 andere Urlauber waren. Da gabs mehr Personal als Gäste. An Regentagen wurde dann hauptsächlich Karten gespielt und gelesen. So ab der Hälfte meines Urlaubs wurde ich dann wettertechnisch komplett entschädigt. Es wurde richig sonnig und heiß, sodass man es teilweise sogar nur im Wasser aussiehlt und ich ganze Stunden im Meer verbracht habe (falls ich überhaupt mal so lange am Stück im Meer war vorher, dann nur in meiner Kindheit). Und so kam es am Ende des Urlaubs, dass die anderen schon Witze rissen, ob ich jetzt zu den Einheimischen zu zählen sei, da ich mal wieder gut Farbe bekommen hab. Die Resorts an sich waren mal besser und mal schlechter. Aber wenn man die günstigste Preiskategorie bucht, kann man auch keine 5 Sterne erwarten. Ein Resort war jedoch echt schlimm. Unsere 2. Insel war das und danach dachte ich nur: wenn jetzt alle so aussehen, wird das hier kein Spaß. Das Zimmer war wirklich schön aber abends rannten Kakerlaken durch unseren Raum, sowie Ameisen und alles mögliche an Ungeziefer. Zum Glück war das aber das schlimmste, was wir hatten. Danach kamen nur noch gute ohne Ungeziefer. Auch hörte man von vielen anderen Reisenden, dass so einige Resorts da große Probleme mit Bettwanzen haben und jeden Abend in nem neuen Resort bin ich panisch ins Bett geschlüpft und hab Stoßgebete ausgesprochen, dass mein Bett nicht betroffen ist. Morgens hab ich dann immer meinen Körper nach Bisen abgesucht. Zum Glück wurde ich nur von Mücken zerstochen und bin von schlimmerem verschont geblieben. Zum Thema Mücken: da mich ja Mücken ohnehin auch zu Hause schon lieben, hab ich gedacht ich starte mal nen Experiment, wieviel Stiche man am Körper bekommen kann und kaufe kein Insektenspray. Nein natürlich nicht. Ich hab einfach vorher vergessen eins zu kaufen und auf den Inseln konnte man ja keins kaufen. Ich kann euch sagen, es gibt dort zuviele Mücken...habe bei 50 Stichen nicht mehr weiter gezählt, weil das einfach kein Vergnügen war. Zu etwas erfreulicherem nun: wenn wir auf Inseln ankamen, wurde man immer von Musikern am Strand begrüßt. Das war cool. Vom großen Schiff wurde man immer mit so kleinen Booten abgeholt, die einen dann direkt an den Sandstrand der Inseln fuhren und das Gepäck musste man nie selbst tragen (mein Koffer ist echt richtig schwer inzwischen). Einmal haben andere ne Horrorstory erzählt, dass letztens eins der kleinen Boote gekentert ist und alle Koffer auf den Boden des Ozeans gesunken sind. Weg waren sie. Schuld waren allerdings die Leute im Boot weil sie alle gleichzeitig aufgestanden sind und Scglagseite gebildet haben. Ab da habe ich immer sehr darauf geachtet, dass die anderem im Boot sowas nicht machen. Das Essen war super und wir hatten Vollpension. Was anderes ist da auch gar nicht möglich, denn man kann ja nichts kaufen. Das war totaler Luxus, wenn man vorher monatelang ein Backpackerleben geführt hat. Diesen Luxus muss ich allerdings sobald ich zu Hause bin wohl erstmal mit Sport wieder anfangen zu kompensieren. Einmal war ich richtig toll schnorcheln in der Blue Lagoon. Unglaublih schönes Korallenriff dort und soviele Fische. Habe Kekse bekommen um noch mehr Fische anzulocken und wenn man sie im Wasser gefüttert hat, konnte man durch seine Taucherbrille nix mehr erkennen, weil es nur so von Fischen vor einem wimmelte. Abends hatten wir oft Unterhaltungsprogramm in Form von Spielen oder haben den Bulatanz gelernt. An meinem letzten Abend war ich dann noch auf DER Partyinsel der Fijis und es wurde ein bisschen gefeiert die letzte Nacht. Am nächsten morgen ging es dann zurück mit dem Schiff zum Festland. Von dort.musste ich zum Flughafen, hatte jedochs kein Shuttle gebucht. Die Shuttlebusse nehmen einen nur mit Voucher mit und Taxi war teuer (teuee für Fiji Verhältnisse, nicht deutsche). Bin dann zu nem Shuttlebusfahrer und hab mit ihm gesprochen, ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt mich mitzunehmen und ein bisschen gelächelt. Und siehe da: Plötzlich meinte er, wenn ich ihm Geld für sein Mittagessen gebe, fährt er mich zum Flughafen. Das war ein super Deal für uns beide. Und ich war sogar die einzige, die zum Flughafen musste, aber er hat mich bis vor die Tür gebracht. Hab ihm dann etwas mehr Geld gegegben, weil ich so dankbar war und die Leute es dort wirklich gebrauchen können. Ein hoch an dieser Stelle auf meinen korrupten Busfahrer :-). Auf der Fahrt zum Flughafen bin ich noch einmal durch Nadi durchgefahren, wo ich meine erste Nacht auch verbracht habe, bevor es auf die Inseln ging. Man sieht dort soviel Armut. Die ganze Stadt ist davon geprägt, dass ich micb so schlecht gefühlt habe als ich da war und auch ein bisschen unsicher, als ich an meinem ersten Abend noch schnell aus dem Hotel raus bin, um kurz was essen zu gehen. Alles in allem war mein Fiji Trip super cool, das Wetter und die Unterkünfte durchwachsen. Sollte ich aber jemals nochmal sowas machen, würde ich nicht mehr die günstigste Kategorie wählen. Ich konnte mit Dingen wie nur kalten Duschen bei der Wärme dort umgehen, aber wenns um Hygiene geht und dort sind die Standards ja generell nicht die gleichen wie unsere, würde ich keine Abstriche mehr machen wollen. Aber es ist einfach alles eine Frage des Budgets. Wenn man tief in die Tasche greift, kann man auch auf der Castaway Insel oder den benachbarten Flitterwochen Inseln wohnen. .

8.5.14 05:11

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


teuto (8.5.14 19:41)
Sag ich doch immer:
Busfahrer sind nette Menschen... :-)

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